Überwachungskapitalismus
Wem gehören die Daten? Das ist die bedeutende Frage, die für uns alle wichtig ist. Wir wollen keine Manipulation. Wirtschaftliche und politische Macht verführt zu Manipulation und Datenmissbrauch. In der Veranstaltung von Alexandra Geese und Sven Giegold, GRÜNE Abgeordnete im Europäischen Parlament waren Shoshana Zuboff, Max Schrems und andere zu Gast. Mit viel intellektuellem Verstand wurde hinterfragt, was mit unseren Daten bei den großen Playern in der digitalen Welt geschieht. Wir brauchen Rahmen und Richtlinien, die aufzeigen, was erlaubt ist und gegen welche Praktiken wir uns wehren müssen. Entscheidend ist das Verständnis, was mit unseren privaten Daten geschieht und wie stark der öffentliche Sektor ist, den großen Konzerne die Schranken aufzuzeigen. Wir müssen wachsam sein, Gesetze verabschieden und auf deren Einhaltung achten, damit wir frei von Manipulation zu leben können und unsere Freiheit sowie die Demokratie überleben kann.
In der Veranstaltung Überwachungskapitalismus wurde das Problem erörtert, dass große Unternehmen wie google, facebook etc.. mehr oder weniger ohne unser Einverständnis unsere Daten sammeln und ihren Zwecken entsprechend verwenden. Das wird besonders deutlich, als facebook durch eine gezielte Manipulation Menschen daran hinderte, zur Wahl zu gehen. Sieben und mehr Prozent der Menschen, die Trump ablehnten, wurden davon abgehalten, zur Wahl zu gehen, weil ihnen suggeriert wurde, dass ihre Stimme keinen Einfluss ausüben wird. Das war ein Einfluss auf das demokratische Wahlrecht und zutiefst freiheitsfeindlich. Meist werden diese manipulativen Strukturen jedoch dazu verwendet, Menschen dazu zu bewegen, Produkte zu kaufen.
Die großen digitalen Medien werten die vom Anwender eingegebenen Daten aus und bereiten sie manipulativ für wirtschaftliche Zwecke auf, aber auch für eine politische Einflussnahme.
Investoren haben in den Anfangsjahren von Google darauf hingewirkt, dass Daten zu kommerziellen Zwecken genutzt werden. Die Geldgeber wollten Algorithmen, um das Kaufverhalten auszuwerten und die Anwender positiv zu einem entsprechenden Konsumverhalten zu beeinflussen.
In diesem Zusammenhang kommt die Frage auf, wem die Daten gehören und ob die Nutzung einer Frage bei Google schon ein Datendiebstahl ist. Häufig ist dem Anwender gar nicht klar, wofür die Daten hergegeben werden und der Wunsch nach einer gewollten Dienstleistung ist die Basis für die Preisgabe der Daten. 90 % der Anwender geben durch ihre Einwilligung Cookies zu speichern, ihre Daten preis, obwohl sie dies in anderen Zusammenhängen, nämlich wenn sie aktiv einwilligen sollten, dazu nicht bereit wären. Schon die Frage der Zustimmung zu Cookies ist eine Manipulation.
Die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union ist ein guter Rahmen, um Daten zu schützen, jedoch fehlt es an der Wirksamkeit, den strengen Datenschutz umzusetzen. Die Datenindustrie missachtet wissentlich den rechtlichen Rahmen und die Behörden sind zu schwach oder gar nicht willens, das Recht durchzusetzen. Nicht selten fehlt es der Behörde auch an dem Verständnis, dass eine Datenschutzverletzung begangen wurde.
Der beste Rahmen nützt nichts, wenn die Umsetzung nur halbherzig geschieht. Es gibt sowohl in den USA als auch in Europa einen Unmut darüber, dass Datenmissbrauch stattfindet, jedoch fehlt es meist an einer Institution, die diese Unzufriedenheit bündelt und den notwendigen öffentlichen Druck aufbaut.
Mehr Datenschutz würde aber auch kleineren Unternehmen und Neugründungen schützen. Die großen und Starken haben durch die Masse an Daten die Macht, großen Einfluss zu nehmen. Es ist unverständlich, wieso von dem Kunden eines Handynetzanbieters, zu dem eines anderen Netzanbieters eine SMS gesendet werden kann, es aber nicht möglich ist, von dem Messengerdienst Signal zum Massangerdienst WhatsApp einen Text zu übermitteln.
Die Marktmacht wird genutzt und dadurch werden die großen Player unentbehrlich. Andere Alternativen können sich nicht entwickeln.
Mehr Datenschutz würde aber auch kleineren Unternehmen und Neugründungen schützen. Die großen und Starken haben durch die Masse an Daten die Macht, großen Einfluss zu nehmen. Es ist unverständlich, wieso von dem Kunden eines Handynetzanbieters, zu dem eines anderen Netzanbieters eine SMS gesendet werden kann, es aber nicht möglich ist, von dem Messengerdienst Signal zum Massangerdienst WhatsApp einen Text zu übermitteln.
Die Marktmacht wird genutzt und dadurch werden die großen Player unentbehrlich. Andere Alternativen können sich nicht entwickeln.
